Jason von Juterczenka ist der reale junge Mann hinter der Geschichte von „Wochenendrebellen“. Bekannt wurde er durch die ungewöhnliche Suche nach einem Lieblingsfußballverein, die er gemeinsam mit seinem Vater Mirco von Juterczenka begann. Aus den Stadionreisen entstanden ein Blog, ein Podcast, Bücher und schließlich der erfolgreiche Kinofilm „Wochenendrebellen“.
Doch Jason ist längst nicht nur der Junge aus einer Fußballgeschichte. Naturwissenschaften und insbesondere Physik spielen in seinem Leben eine zentrale Rolle. Nach erfolgreichen Forschungsprojekten während seiner Schulzeit studiert er seit 2024 Physik an der ETH Zürich. Auch 2026 ist er weiterhin wissenschaftlich, publizistisch und gesellschaftlich aktiv.

er ist Jason von Juterczenka?
Jason Luke von Juterczenka wurde 2005 in Augsburg geboren. Im Jahr 2026 ist er 21 Jahre alt. Eine Autismus-Diagnose erhielt er nach eigenen Angaben bereits im Alter von vier Jahren. Schon als Kind interessierte er sich stark für Astronomie, Physik und andere naturwissenschaftliche Fragen.
Öffentlich bekannt wurde Jason vor allem gemeinsam mit seinem Vater Mirco von Juterczenka. Die beiden sind die zentralen Personen des Projekts „Wochenendrebellen“. Was zunächst als Vater-Sohn-Unternehmung begann, entwickelte sich über viele Jahre zu einem Projekt über Fußball, Autismus, Wissenschaft, gesellschaftliche Fragen und Nachhaltigkeit.
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Jason Luke von Juterczenka |
| Geburtsjahr | 2005 |
| Geburtsort | Augsburg |
| Alter 2026 | 21 Jahre |
| Bekannt durch | „Wochenendrebellen“ |
| Vater | Mirco von Juterczenka |
| Interessengebiete | Physik, Mathematik, Astronomie, Fußball, Nachhaltigkeit |
| Studium | Physik an der ETH Zürich |
| Studium seit | 2024 |
| Weitere Tätigkeit | Autor, Podcaster und Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen |
Für Suchende ist dabei eine Unterscheidung wichtig: Jason von Juterczenka ist keine erfundene Filmfigur. Der Jason im Spielfilm basiert auf ihm und auf realen Erlebnissen seiner Familie, auch wenn einzelne Situationen für die Dramaturgie verändert oder verdichtet wurden.
Wie entstanden die „Wochenendrebellen“?
Die Geschichte begann lange vor dem Kinofilm. Jason hatte als Kind keinen klassischen Lieblingsfußballverein. Gemeinsam mit seinem Vater entwickelte sich daraus die Idee, verschiedene Vereine und Stadien selbst zu besuchen, bevor er sich entscheiden würde.
Seit den frühen 2010er-Jahren reisten Jason und Mirco von Juterczenka deshalb zu Fußballspielen in Deutschland und später auch ins europäische Ausland. Die Auswahl eines Vereins sollte für Jason nicht allein von sportlichem Erfolg abhängen. Faktoren wie Stadion, Fans, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und das gesamte Umfeld spielten ebenfalls eine Rolle.
Mirco begann, die Erlebnisse aufzuschreiben. Daraus entstand der Blog „Wochenendrebell“, ergänzt um den gemeinsamen Radiorebell-Podcast. Fußball bildete zwar den äußeren Rahmen, doch die Beiträge beschäftigten sich zunehmend auch mit Autismus, Familienalltag, Wissenschaft und gesellschaftlichen Fragen.
2017 erhielt das Projekt „Wochenendrebell“ den Grimme Online Award in der Kategorie Kultur und Unterhaltung. Als Verantwortliche wurden Jason und Mirco von Juterczenka ausgezeichnet. Die Jury hob insbesondere hervor, wie das Projekt Fußball, Wissenschaft und die Perspektive eines autistischen Kindes miteinander verbindet.
Jason von Juterczenka und Autismus
Jason spricht öffentlich darüber, dass bei ihm im Alter von vier Jahren Autismus diagnostiziert wurde. Seine Perspektive auf Autismus gehört deshalb seit vielen Jahren zu den zentralen Themen der Wochenendrebellen.
Dabei sollte man den realen Jason nicht einfach mit jeder Szene des Kinofilms gleichsetzen. „Wochenendrebellen“ basiert zwar auf tatsächlichen Erlebnissen, ist aber ein Spielfilm. Ereignisse wurden zusammengeführt, zeitlich verändert oder dramaturgisch angepasst.
Jason selbst beschreibt unter anderem die große Bedeutung von Logik, Fakten, festen Regeln und Verlässlichkeit für sein Denken. Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Anforderungen von Schule, Reisen, sozialer Kommunikation oder inzwischen auch des Studiums für ihn erhebliche Belastungen darstellen können. Gerade diese persönliche Perspektive unterscheidet das Projekt von einer rein von außen erzählten Geschichte über Autismus.
Der Film sollte daher nicht als medizinische Beschreibung „des Autismus“ verstanden werden. Autistische Menschen unterscheiden sich stark voneinander. Jason erzählt seine eigene Geschichte und seine eigene Wahrnehmung.
Von der Chaostheorie zu Jugend forscht
Ein besonders wichtiger Teil seiner Biografie wird in vielen oberflächlichen Darstellungen über die „Wochenendrebellen“ nur kurz erwähnt: Jason von Juterczenka beschäftigt sich intensiv mit Physik.
Bereits als Schüler arbeitete er am SchülerForschungsZentrum Nordhessen in Kassel. Ein Schwerpunkt seiner Forschung war das Verhalten chaotischer physikalischer Systeme.
2019 gewann er beim hessischen Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ im Fachgebiet Physik. Seine Arbeit untersuchte ein getriebenes Chaospendel mithilfe von Orts- und Phasenräumen.
Später entwickelte er diese Beschäftigung mit Chaostheorie weiter. 2022 trat er bei Jugend forscht mit dem Projekt „Fraktale Dimension chaotischer Attraktoren“ an. Dabei ging es unter anderem darum, mathematisch und experimentell zu untersuchen, unter welchen Bedingungen physikalische Systeme chaotisches Verhalten entwickeln.
Beim hessischen Landeswettbewerb 2022 gewann er im Bereich Physik. Beim Bundeswettbewerb erreichte er anschließend den 5. Preis im Fachgebiet Physik. Diese Platzierung ist durch die offiziellen Unterlagen von Jugend forscht dokumentiert.
Damit zeigt sich ein wesentlicher Unterschied zwischen Filmfigur und realer Biografie: Wissenschaft ist für Jason von Juterczenka nicht lediglich ein ungewöhnliches Hobby, das einer Filmfigur zusätzliche Persönlichkeit verleihen soll. Sie entwickelte sich zu einem ernsthaften Ausbildungs- und Lebensweg.
Was macht Jason von Juterczenka heute?
Stand 2026 studiert Jason von Juterczenka Physik an der ETH Zürich. Das Studium begann nach öffentlich verfügbaren Angaben im Jahr 2024. Auch auf seiner eigenen aktuellen Vorstellung bei den Wochenendrebellen bezeichnet er das Physikstudium als wichtigen Bestandteil seines Lebens.
Vor Beginn des Studiums absolvierte er nach seinem Abitur unter anderem ein Praktikum am CERN, dem europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik. Auch dies passt zu seinem langjährigen Interesse an grundlegenden physikalischen Fragen.
Dass Jason inzwischen in der Schweiz studiert, bedeutet allerdings nicht, dass das Projekt Wochenendrebellen beendet ist. Er tritt weiterhin bei Lesungen und Gesprächsveranstaltungen auf und beschäftigt sich neben Physik mit Themen wie Neurodiversität, gesellschaftlicher Verantwortung, Klima, Fußball und nachhaltiger Entwicklung. Noch 2026 wurde er beispielsweise als Gesprächsgast bei Veranstaltungen rund um Fußball, Gesellschaft und Politik angekündigt.
Die öffentliche Rolle des inzwischen erwachsenen Jason unterscheidet sich damit deutlich von der frühen Wahrnehmung als „autistischer Junge auf Vereinssuche“. Heute steht zunehmend der Student, Autor und Diskussionspartner Jason von Juterczenka im Vordergrund.
Mher Lesen: Ingrid Steeger und ihre Kinder: Hatte die „Klimbim“-Schauspielerin eigene Nachkommen?
Bücher von Jason und Mirco von Juterczenka
Die gemeinsamen Stadionreisen wurden zunächst in Blogbeiträgen dokumentiert. 2017 erschien anschließend das Buch „Wir Wochenendrebellen“, in dem Mirco und Jason von Juterczenka ihre Geschichte ausführlicher erzählten.
Das Buch erreichte 2018 bei der Wahl zum Fußballbuch des Jahres der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur Platz sieben.
Mit „Chaos auf Augenhöhe“ folgte Ende 2023 eine Fortsetzung. Das Buch wurde von Jason und Mirco dialogisch geschrieben und setzt die Geschichte nach den Ereignissen fort, die einen wesentlichen Teil der Grundlage für den ersten Kinofilm bilden. Neben Fußballreisen spielen darin auch Wissenschaft, Autismus und familiäre Erfahrungen eine Rolle.
Jason beschäftigt sich darüber hinaus mit eigenen Buchprojekten und Texten über Naturwissenschaft, Klima und die Zukunft des Menschen. Die Verbindung von wissenschaftlichen Themen und gesellschaftlichen Fragen ist damit neben Fußball und Autismus ein weiteres konstantes Element seiner Arbeit.
Die wahre Geschichte hinter dem Film „Wochenendrebellen“
2023 erreichte die Geschichte ein deutlich größeres Publikum. Regisseur Marc Rothemund verfilmte Teile der Erlebnisse der Familie unter dem Titel „Wochenendrebellen“.
Im Film spielt Cecilio Andresen den jungen Jason. Florian David Fitz verkörpert Vater Mirco, während Aylin Tezel die Rolle von Jasons Mutter Fatime übernimmt. Das Drehbuch stammt von Richard Kropf und basiert auf dem Buch beziehungsweise den realen Erlebnissen von Jason und Mirco.
Der Kern der Handlung ist real: Vater und Sohn fahren gemeinsam zu zahlreichen Fußballvereinen, weil Jason herausfinden möchte, welcher Club sein Lieblingsverein werden könnte. Details des Zeitablaufs und einzelne Situationen wurden für den Film jedoch verändert.
Die Geschichte endet außerdem nicht dort, wo der erste Film endet.
Stand August 2026 befindet sich „Wochenendrebellen 2“ in Vorbereitung beziehungsweise Produktion. Filmportale führen die Fortsetzung für 2027. Inhaltlich soll erneut die reale Geschichte von Jason und Mirco als Ausgangspunkt dienen, diesmal unter anderem verbunden mit ihrem Engagement für ein Trinkwasserprojekt.
Auch international hat die Geschichte Aufmerksamkeit erhalten. Ein amerikanisches Remake ist unter Beteiligung von Mark Wahlberg geplant beziehungsweise produziert worden. In der US-Adaption wird Basketball an die Stelle des deutschen Profifußballs treten.

Engagement für Wasser, Klima und gesellschaftliche Themen
Wer Jason von Juterczenka lediglich über Fußball sucht, erhält deshalb nur einen Teil des Bildes.
Ein wiederkehrendes Thema der Wochenendrebellen ist die Frage, wie sich öffentliche Aufmerksamkeit für konkrete Projekte einsetzen lässt. Jason und seine Familie unterstützen insbesondere Initiativen für nachhaltige Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Ostafrika. Einnahmen und Spendenaktionen rund um Lesungen und andere Projekte wurden dafür eingesetzt.
Auch Umwelt- und Klimafragen beschäftigen Jason seit seiner Jugend. Bereits während seiner Zeit am Schülerforschungszentrum äußerte er den Wunsch, wissenschaftliche Arbeit mit dem Kampf gegen den Klimawandel zu verbinden.
Diese Themen erklären auch, warum die öffentliche Arbeit der Wochenendrebellen heute deutlich breiter ist als die ursprüngliche Suche nach einem Fußballverein. Wissenschaft, Nachhaltigkeit, Neurodiversität, soziale Verantwortung und die Frage, wie gesellschaftliche Regeln gestaltet sein sollten, sind inzwischen mindestens ebenso wichtig.
Frequently Asked Questions
1. Wer ist Jason von Juterczenka?
Jason Luke von Juterczenka ist ein deutscher Physikstudent, Autor und Mitbegründer des Projekts „Wochenendrebellen“. Seine reale Geschichte mit seinem Vater Mirco wurde 2023 verfilmt.
2. Wie alt ist Jason von Juterczenka?
Jason wurde 2005 geboren und ist 2026 21 Jahre alt.
3. Ist Jason von Juterczenka wirklich Autist?
Ja. Jason gibt selbst an, im Alter von vier Jahren eine Autismus-Diagnose erhalten zu haben.
4. Wer ist der Vater von Jason von Juterczenka?
Sein Vater ist Mirco von Juterczenka. Gemeinsam gründeten beziehungsweise entwickelten sie das Projekt „Wochenendrebellen“ und unternahmen die bekannten Stadionreisen.
5. Studiert Jason von Juterczenka wirklich Physik?
Ja. Seit 2024 studiert er Physik an der ETH Zürich. Bereits während seiner Schulzeit nahm er erfolgreich an Physikwettbewerben teil.
6. Wird Jason im Film „Wochenendrebellen“ von sich selbst gespielt?
Nein. Den jungen Jason spielt Cecilio Andresen. Florian David Fitz verkörpert seinen Vater Mirco.
7. Gibt es „Wochenendrebellen 2“?
Eine Fortsetzung befindet sich nach dem aktuellen Stand von 2026 in Arbeit und wird für 2027 geführt. Zusätzlich wurde die Geschichte für ein amerikanisches Remake adaptiert.
Conclusion
Jason von Juterczenka ist weit mehr als das reale Vorbild des Jungen aus „Wochenendrebellen“. Die Stadionreisen mit seinem Vater Mirco machten seine Geschichte bekannt, doch seine Entwicklung führte längst darüber hinaus. Der Jahrgang 2005 studiert heute Physik an der ETH Zürich, hat bereits erfolgreiche Forschungsarbeiten zur Chaostheorie vorgelegt und beschäftigt sich öffentlich mit Autismus, Wissenschaft, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Fragen.
Gerade deshalb lohnt es sich, bei aktuellen Informationen über Jason zwischen der realen Biografie und der dramaturgisch bearbeiteten Filmgeschichte zu unterscheiden. Mit dem geplanten zweiten „Wochenendrebellen“-Film und seinen wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Projekten dürfte seine Geschichte auch nach 2026 weitergehen.